Warum ein Bau-ERP

Das Problem ist selten ein fehlendes Programm. Es sind zwölf Excel-Listen.

Jede Liste für sich ist richtig gebaut. Zusammen ergeben sie kein Gesamtbild, sondern regelmäßig eine Diskussion darüber, welche Zahl nun gilt.

Das ist keine Vermutung, sondern das, was wir in unseren Einführungsprojekten regelmäßig vorfinden. Bauunternehmen sind keine Nachzügler, weil sie Tabellen mögen. Sie sind es, weil jede Abteilung sich das gebaut hat, was ihr fehlte – die Bauleitung ihre Kostenliste, der Einkauf seinen Bietervergleich, die Buchhaltung ihre Nachweisübersicht. Was fehlt, ist nicht Software. Was fehlt, ist eine gemeinsame Zeile, auf die sich alle beziehen.

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Das Excel-Problem

Dieselbe Zahl an sechs Orten.

Eine Vergabesumme wird kopiert, weitergeleitet, angepasst. Nach vier Wochen gibt es drei Versionen davon.

Dieselbe Vergabesumme steht in sechs Listen und hat dort drei verschiedene Werte. In einem Bau-ERP steht sie einmal, alle sechs Rollen sehen denselben Stand, und dazu gehört der Zeitstempel der letzten Änderung.

Der Alltag

Sechs Dinge, die mit Tabellen jedes Mal passieren

Keine davon ist dramatisch. Zusammen kosten sie Tage im Monat und irgendwann ein Projektergebnis.

So läuft es ohneWas Kamiro daraus macht

So läuft es ohneZwei Leute pflegen dieselbe Information. Die Nachunternehmerliste existiert im Einkauf und in der Buchhaltung, beide gepflegt, beide anders.

Was Kamiro daraus machtEin Firmen- und Kontaktstamm für alle Module – eine Korrektur wirkt überall. Genau dafür ist das Adressbuch Basismodul und nicht ein Modul unter vielen.

So läuft es ohneDer Monatsbericht entsteht aus fünf Dateien und dauert zwei Tage. Bis er fertig ist, ist er eine Woche alt.

Was Kamiro daraus machtDie Zahlen entstehen dort, wo gearbeitet wird – die Bauleitung trägt Finalkosten je Kostenart ein, die Vergabe kommt aus dem Einkauf. Der Bericht ist ein Blick in die Liste, keine Bastelarbeit.

So läuft es ohneEine Datei ist geschützt, der Kollege im Urlaub, das Passwort im Kopf.

Was Kamiro daraus machtRollen und Berechtigungen statt Dateipasswörter. Wer welche Zahl sehen und ändern darf, ist eine Einstellung, keine persönliche Absprache.

So läuft es ohneEine Formel wird überschrieben, und das fällt drei Monate später auf – wenn überhaupt.

Was Kamiro daraus machtBerechnungen liegen im System, nicht in der Zelle. Was geändert wurde, steht im Änderungsprotokoll; im ARGE OS werden Buchungen sogar festgeschrieben und sind danach gesperrt.

So läuft es ohneDie Nachunternehmer bekommen Listen per Mail und schicken Listen per Mail zurück. Wer was wann bekommen hat, rekonstruiert niemand.

Was Kamiro daraus machtDer Nachunternehmer arbeitet im Portal mit: Ausschreibung abrufen, Angebot abgeben, eigene Rechnungen und Abzüge sehen, Mängel freimelden. Jeder Schritt mit Zeitstempel.

So läuft es ohneDie Nachweise der Nachunternehmer stehen in einer Excel-Liste mit Ablaufdaten. Wer sie pflegt, ist eine Person – und wenn die im Urlaub ist, fällt eine abgelaufene Freistellungsbescheinigung erst bei der Prüfung auf.

Was Kamiro daraus machtNachweise und Bürgschaften hängen am Vorgang und an der Rechnungsfreigabe. Was fehlt oder abgelaufen ist, steht rot – vor der Zahlung. Der Nachunternehmer sieht seinen eigenen Nachweisstand im Portal und kann nachliefern, ohne dass jemand hinterhertelefoniert.

So läuft es ohneDie Auswertung über alle Projekte gibt es nicht, weil jedes Projekt seine eigene Datei hat.

Was Kamiro daraus machtAlle Projekte liegen in denselben Strukturen. Und wer weiter auswerten will, bekommt die Daten ins eigene Data Warehouse – für Power BI oder das Werkzeug, das im Haus schon läuft.

Zahlen

Was die Branche über sich selbst weiß

Wir nehmen nur Zahlen aus neutralen Quellen, keine Erhebungen von Softwareanbietern über den Nutzen von Software.

68 Prozent der befragten Bauunternehmen, Planer und Projektsteuerer sehen großes Potenzial in Echtzeit-Reporting und Controlling. 82 Prozent sagen zugleich, ihnen fehle das Wissen, um das Potenzial der Digitalisierung auszuschöpfen.
PwC: „Die Bauindustrie weiter im Umbruch“, 19.02.2025. Befragt wurden 100 Bauunternehmen, Planer und Projektsteuerer im November und Dezember 2024.
Die Arbeitsproduktivität der deutschen Bauwirtschaft ist zwischen 2005 und 2023 im Jahresdurchschnitt gesunken – etwa doppelt so stark wie im Schnitt der EU-27.
Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, Gutachten vom 21.05.2025.
Das Baugewerbe zählt zu den Branchen mit den meisten Insolvenzen: 104 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen im Jahr 2025. Im Juni 2026 lagen die Insolvenzen im Bauhauptgewerbe 15,7 Prozent über dem Vorjahresmonat.
Statistisches Bundesamt, März 2026; Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, Stand 14.09.2026.
Im Baugewerbe wird später gezahlt als in jeder anderen Branche: 15,0 Tage Zahlungsverzug im ersten Quartal 2026 gegenüber 7,7 Tagen im Branchendurchschnitt.
Creditreform-Zahlungsindikator, Erhebung erstes Quartal 2026.
49 Prozent der Bauunternehmen können offene Stellen nicht besetzen, im Tiefbau sind es 62 Prozent. 91 Prozent erwarten dadurch negative Folgen – der höchste Wert aller Branchen.
DIHK-Fachkräftereport 2025/2026.
Das Baugewerbe wendet 8,1 Prozent der Arbeitszeit für Bürokratie auf und liegt damit über dem Mittelstandsschnitt von 7 Prozent.
KfW Research, Fokus Volkswirtschaft Nr. 495, 25.04.2025, Befragung von 9.556 Unternehmen.

Was daraus für die Einführung folgt

Nicht alles auf einmal

Wer 49 Prozent seiner Stellen nicht besetzen kann, hat kein Personal für ein Einführungsprojekt über zwölf Monate. Deshalb ein Modul zuerst, an einem echten Projekt.

Excel verschwindet nicht

Es hört nur auf, die Führung zu übernehmen. Aus jeder Ansicht lässt sich exportieren, mit den Spalten und der Gruppierung, die Sie gesetzt haben.

Auswerten, wo Sie es gewohnt sind

Die Daten gehören Ihnen. Sie gehen in Ihr Data Warehouse und von dort in Power BI – oder in das Werkzeug, mit dem Ihr Haus ohnehin arbeitet.

Welche Liste würden Sie zuerst loswerden?

Sagen Sie uns, welche Tabelle bei Ihnen die meiste Zeit frisst. Wir zeigen, was an ihre Stelle tritt.

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